4. Mai 1999

Pressebericht von AEGEE zur Kosovo-Spendenaktion


"Haste ma ¢ ne Mark ?"

In 270 Städten Europas sammeln Studierende für die Flüchtlinge

aus dem Kosovo

 

Die fürchterlichen Ereignisse im Kosovo haben innerhalb der Studierendenorganisation AEGEE tiefe Betroffenheit ausgelöst "Die gegenwärtige Katastrophe auf dem Balkan berührt uns menschlich um so mehr, als wir wenige Tage vor dem Beginn des NATO-Bombardements in Novi Sad eines der jährlichen, großen Organisationstreffen hatten (Presidents´ Meeting, 5.-7. März 1999, ca. 250 Teilnehmer) und dort große Gastfreundschaft und eine sehr konstruktive und harmonische Atmosphäre erfahren durften." So lautet ein Auszug aus dem allgemeinen Statement von AEGEE zur Balkankrise.

AEGEE ist eine der größten europaweiten Studierendenorganisationen mit etwa 20.000 Mitgliedern in 270 lokalen Gruppen in allen Ländern Europas, die den Austausch und die Kommunikation unter den Studierenden in Europa fördern will, da sich die europäische Idee nicht nur um zusammenwachsende Märkte dreht, sondern auch um die Menschen in Europa. Dies versucht die fachbereichsübergreifende Organisation im Rahmen von Konferenzen und Seminaren, Austauschen und Sprachkursen zu verwirklichen. Außerdem gibt es auf europäischer Ebene auch Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen wie "Menschenrechte" "Umwelt", "Bildung" oder "Internationale Politik".

Die Studierenden haben sich angeischts des Elends auf dem Balkan entschlossen, selbst aktiv zu werden und eine europaweite Spendenaktion in Gang zu setzen, die von der lokalen Gruppe in Kaiserslautern koordiniert wird. Die gesammelten Mittel werden anteilig an das Rote Kreuz und an die Organisation HCC (Humanitarian Cargo Carriers) mit Sitz in Berlin aufgeteilt.

Mit diesen Geldern unterstützt AEGEE gemeinsam mit dem Internationalen Roten Kreuz eine psychiatrische Klinik in Stimlje im Nordosten des Kosovo. Hier sind 350 Patienten, darunter 100 Kinder, in katastrophalen hygienischen Verhältnissen untergebracht und können auch nicht in das nächstgelegene Krankenhaus in Nis gebracht werden. Da das Projekt von keiner staatlichen Seite unterstützt wird, sind hier die Mittel äußerst knapp und mit dem gesammelten Geld werden Hygieneartikel, Desinfektionsmaterial, Kleidung, Schuhe, Heizmaterial und Windeln gekauft.

In Zusammenarbeit mit der Berliner Hilfsorganisation "HCC-Humanitäre Nothilfeprogramme- Weltweit", (so die deutsche Übersetzung) werden für zwei Flüchtlingslager im Norden Tiranas Babynahrung und Medikamente besorgt. In diesen beiden Lagern, die "HCC" auf Bitten des UNHCR seit Ostern leitet, leben derzeit etwa 6000 Menschen. "HCC" ist bereits seit 1997 in der Region aktiv und auch an der Betreuung dreier Flüchtlingslager für etwa 30.000 Menschen in Kukes beteiligt.

Hier in Gießen wird in den Mensen, den Fachschaften, auf den Unifeten, bei den Angestellten der Universität und auch bei den ortsansässigen Geschäften um Unterstützung gebeten. Die hierbei anfallenden Kosten werden von AEGEE Gießen e.V. getragen.

AEGEE bittet auch Sie, sich an der Aktion zu beteiligen und so die Not der Flüchtlinge zu mindern. Das Spendenkonto lautet Konto Nr.: 7038313 bei der Volksbank Gießen, BLZ.: 513 900 00

Stichwort Kosovo-Hilfe

V.i.S.d.P.: AEGEE Gießen e.V., Licher Str. 68, 35394 Gießen

 

 

 

 

 

 

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